Tresio Kategorien

Kategorien sind das Fundament der gesamten Finanzplanung in TRESIO. Ohne korrekt eingerichtete Kategorien kann TRESIO Ihre Finanzdaten nicht sinnvoll verarbeiten: Weder die Liquiditätsprognose, noch das Reporting, noch TRENDS können ohne eine funktionierende Kategorienstruktur korrekte Ergebnisse liefern.

Jede Transaktion, jede Rechnung, jeder Plandatensatz und jede Lohn- oder Kreditzahlung wird in TRESIO einer Kategorie zugeordnet. Diese Zuordnung entscheidet direkt darüber, wo ein Betrag in der Liquiditätsprognose erscheint, wie er behandelt wird (zum Beispiel als fixer Cashflow ohne Rechnungsbezug) und wie er sich in Auswertungen wie TRENDS aufschlüsseln lässt.

Wenn Ihre Liquiditätsprognose nicht zu stimmen scheint oder verfälscht wirkt, ist der erste Ort zur Prüfung immer die Kategorienstruktur: Fehlt eine Zuordnung, ist eine Kategorie falsch konfiguriert (zum Beispiel eine falsche Datenzeichenkonvertionsregel oder ein fehlendes «ist fix»), oder ist ein Datensatz noch «Nicht klassifiziert», führt das direkt zu falschen oder unvollständigen Zahlen in der Prognose.

Kategorien werden in TRESIO im Bereich «Kategorien» verwaltet, der aus drei Bereichen besteht: Kategorien, Kategoriequellen und Kategoriezuordnung.

1. Die drei Bereiche im Überblick

Der Kategorienbereich gliedert sich in drei Bildschirme, die über die Reiter oberhalb der Tabelle erreichbar sind:

  • Kategorien: Zeigt alle aktuell in TRESIO verwendeten Kategorien und Unterkategorien an. Hier werden neue Kategorien erstellt, bestehende bearbeitet und nicht mehr benötigte Kategorien deaktiviert oder entfernt.
  • Kategoriequellen: Zeigt an, welche Kategorien-Gruppen (zum Beispiel Tresio Standard-Kategorien, KMU Kontenplan (Schweiz) light, Bexio) zur Verfügung stehen, wie ihr Status ist (Aktiv, Automatisch erstellen, Aktiviert (ohne Kategorieerstellung), Deaktiviert) und wie viele Kategorien und Datensätze pro Gruppe bestehen.
  • Kategoriezuordnung: Hier werden Klassifizierungsregeln definiert und verwaltet, die zum Beispiel importierte Bexio-Daten automatisch bestimmten TRESIO-Kategorien zuordnen.

2. Kategorien-Bildschirm

Der Kategorien-Bildschirm ist die zentrale Anlaufstelle für die Verwaltung von Kategorien und Unterkategorien in TRESIO. Hier sehen Sie alle aktiven Kategorien in einer hierarchischen Baumstruktur, mit den Spalten Kategorie Nr., Bezeichnung, Buchhaltungslogik, Anzahl Datensätze, Kategoriequelle, Für die Gesellschaft zeigen und Kategorien anzeigen.

In der Struktur bilden zwei fest vorgegebene, gesperrte System-Kategorien das Grundgerüst: Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse. Unter ihnen werden alle weiteren Kategorien und Unterkategorien angeordnet, unabhängig davon, ob diese aus einem Standardkontenplan, einer Integration wie Bexio oder manueller Erfassung stammen.

Neue Kategorie oder Unterkategorie erstellen

Über die Schaltfläche «Neu» öffnet sich der Dialog «Neuen Eintrag erfassen» mit zwei Spalten: ALLGEMEIN und PLANUNG UND PROGNOSE.

ALLGEMEIN

  • Bezeichnung: Name der neuen (Unter-)Kategorie.
  • Kategorie Nr.: Optionale Kontonummer, zum Beispiel 301.
  • Kategorie Nr. Format: Bestimmt das Format der Kategorienummer. Zur Auswahl stehen Keine Nummer, schweizerisch (für Schweizer Rechnungslegungsstandards) und Andere (ein flexibles, formatfreies Format für nicht standardmässige Verwendung).
  • Kategorie Elternteil: Die übergeordnete Kategorie, unter der die neue (Unter-)Kategorie eingeordnet wird, wählbar aus der gesamten bestehenden Kategorienstruktur (Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse mit allen ihren Unterkategorien).
  • Für die Gesellschaft zeigen: Bei Konten, die mit mehreren Unternehmen verknüpft sind, kann hier festgelegt werden, für welche Gesellschaften die Kategorie sichtbar ist.
  • Kategoriekommentar: Optionales Feld für interne Notizen zur Kategorie.

PLANUNG UND PROGNOSE

  • ist fix: Siehe Abschnitt 6 (FAQs) für die ausführliche Erklärung.
  • Datenzeichenkonvertionsregel: Drei Optionen: Nicht konvertieren, Immer positiv, Immer negativ. Siehe Abschnitt 6 für Details.
  • Buchhaltungslogik: Fünf Optionen: Aktiven, Passiven, Einkommen, Ausgaben, Kein Buchhaltungs-Konto. Siehe Abschnitt 6 für Details.
  • Jahr-End Logik: Standard ist voreingestellt. Siehe Abschnitt 6 für die weiteren Optionen.

Beim Bearbeiten einer bestehenden Kategorie (Schaltfläche «Bearbeiten») erscheint derselbe Dialog unter dem Titel «Kategorie bearbeiten». Bei gesperrten System-Kategorien wie Mittelzuflüsse sind einzelne Felder wie Kategorie Elternteil und Für die Gesellschaft zeigen nicht editierbar; ein Hinweistext macht darauf aufmerksam («Übergeordnete Systemkategorie kann nicht bearbeitet werden», «Systemkategorien können für Unternehmen nicht deaktiviert werden»).

Zeitspar-Tipp: Über das Kontrollkästchen neben einem Eintrag lässt sich dieser einfach duplizieren, was das Aufbauen komplexer Kategoriestrukturen beschleunigt.

3. Drei Wege zu Ihrer eigenen Kategorienstruktur

Jedes Unternehmen muss für sich entscheiden, welche Kategorienstruktur am besten zu seinem Geschäft passt. TRESIO bietet dafür drei grundsätzliche Wege, die sich auch kombinieren lassen. Verwaltet werden alle drei über den Bildschirm Kategoriequellen.

Der Kategoriequellen-Bildschirm

Der Bildschirm Kategoriequellen zeigt alle verfügbaren Kategorien-Gruppen in einer Tabelle mit folgenden Spalten:

  • Kategorien-Gruppen: Name der Quelle, zum Beispiel Manuell erfasste Kategorien, System-Kategorien, Migration – alte Kategorien, Hochgeladene Daten, Tresio Standard-Kategorien, KMU Kontenplan (Schweiz) light, KMU Kontenplan (Schweiz) erweitert, Bexio, Stripe Software, Exxas-Software, MOCO-Software.
  • Anzahl Datensätze: Häufigkeit, mit der Kategorien aus dieser Gruppe aktuell verwendet werden, über alle Unternehmen Ihres Accounts.
  • Anzahl Kategorien: Anzahl Kategorien, die der Kategoriegruppe zugeteilt sind.
  • Unbenutzte Kategorie: Kategorien, welche aus der entsprechenden Gruppe zur Verfügung stehen, aber noch nicht aktiviert wurden.
  • Status: Aktiv, Automatisch erstellen, Aktiviert (ohne Kategorieerstellung) oder Deaktiviert. Bei Gruppen mit Bearbeitungsrecht lässt sich der Status per Klick auf das Stift-Symbol direkt ändern.
  • Aktionen: Öffnet über die Schaltfläche Konfigurieren einen quellenspezifischen Dialog, zum Beispiel einen Kategorien-Import bei einer Integration wie Bexio (siehe Weg 1), den Kategorien Assistent erstellen bei einem Standard-Kontenplan (siehe Weg 2), oder bei nicht mehr benötigten Quellen die Option «Kategorien entfernen», mit der sich alle Kategorien dieser Quelle auf einmal entfernen lassen.

Gesperrte Gruppen wie Manuell erfasste Kategorien, System-Kategorien und Migration – alte Kategorien sind mit einem Schloss-Symbol gekennzeichnet und können nicht verändert werden.

Weg 1: Eine Integration nutzen (zum Beispiel Bexio)

Wenn Ihr Account mit Bexio oder einer anderen Buchhaltungslösung verbunden ist, ist es in der Regel sinnvoll, die daraus importierten Kategorien zu verwenden.

Für Bexio-Kunden gibt es zwei Importoptionen:

Option A: Nur genutzte Konten importieren (empfohlen)

  1. Navigieren Sie zu Kategorien → Kategoriequellen.
  2. Suchen Sie die Zeile Bexio und ändern Sie den Status auf Automatisch erstellen.
  3. TRESIO übernimmt danach bei jedem Rechnungsimport automatisch die relevanten Konten. Es sind keine weiteren Massnahmen nötig.

Option B: Komplette Kontenliste importieren

  1. Navigieren Sie zu Kategorien → Kategoriequellen.
  2. Klicken Sie in der Zeile Bexio auf Konfigurieren.
  3. Im Dialog «Aktionen» stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl:
    • Kategorien importieren: Importiert alle Konten von Bexio nach TRESIO. Bestehende Daten in TRESIO werden dabei nicht verändert.
    • Kategorien REMAP: Ermöglicht die Zuordnung von Bexio-Konten zu bestehenden TRESIO-Kategorien, um Konsistenz sicherzustellen.

Wichtig: Jede Kategorie muss einen eindeutigen, identischen Namen haben. Wenn Sie zusätzlich zur Integration noch einen eigenen Kontenplan hochladen oder manuell Kategorien erfassen, kann es bei überschneidenden oder abweichenden Bezeichnungen zu Konflikten oder doppelten Einträgen kommen.

Weg 2: Einen Standard-Kontenplan verwenden

Alternativ kann eine der vordefinierten Kategorien-Gruppen genutzt werden, zum Beispiel Tresio Standard-Kategorien, KMU Kontenplan (Schweiz) light oder KMU Kontenplan (Schweiz) erweitert.

Über die Schaltfläche Konfigurieren öffnet sich für diese Gruppen der Kategorien Assistent erstellen:

  • Auf der linken Seite wird die vollständige Kategorienstruktur der gewählten Quelle angezeigt. Über die Kontrollkästchen wählen Sie aus, welche Kategorien und Unterkategorien übernommen werden sollen. Oben wird angezeigt, wie viele von wie vielen verfügbaren Kategorien aktuell ausgewählt sind (zum Beispiel «Ausgewählte 51 Kategorien aus 51 verfügbar»).
  • Importniveau: Legt fest, wie viele Elternebenen beim Import einbezogen werden sollen.
  • Aktuelle Kategorien deaktivieren: Erstellt die neu ausgewählten Kategorien und deaktiviert gleichzeitig alle aktuell hinzugefügten Kategorien.
  • Über die Schaltfläche «Kategorien erstellen» wird die Auswahl übernommen.

Profi-Tipp: Um die Dateneingabe zu vereinfachen und die Übersichtlichkeit zu verbessern, wählen Sie zunächst nur die wesentlichen Kategorien aus. Bei Bedarf lassen sich später jederzeit weitere Kategorien hinzufügen. Es empfiehlt sich zudem, nicht genutzte Kategorien zu deaktivieren: Je mehr Kategorien zur Auswahl stehen, desto grösser ist das Risiko, bei der Zuordnung versehentlich die falsche Kategorie auszuwählen.

Über den Link «Kategorien anzeigen» in der Spalte Anzahl Kategorien oder Unbenutzte Kategorie öffnet sich zudem die Quellkategorien Vorschau: eine sortierbare, paginierte Tabelle mit Bezeichnung und Anzahl Datensätze je Kategorie der gewählten Quelle.

Weg 3: Eine komplett eigene Struktur aufbauen

Wenn Ihre Kategorienstruktur nicht mit den vorgeschlagenen Standardlogiken übereinstimmt, können Sie sämtliche Standardkategorien deaktivieren und Ihre Kategorienstruktur vollständig selbst aufbauen:

  1. Deaktivieren Sie die nicht benötigten Kategorien-Gruppen im Bildschirm Kategoriequellen (Status auf Deaktiviert setzen), oder entfernen Sie bereits erstellte Kategorien einzeln im Bildschirm Kategorien über das Kontrollkästchen und die Schaltfläche Löschen.
  2. Erstellen Sie über die Schaltfläche «Neu» im Bildschirm Kategorien Ihre eigene Struktur, Kategorie für Kategorie, passend zu Ihrem Geschäftsmodell.
  3. Falls Sie versehentlich wichtige Kategorien gelöscht haben, können Sie jederzeit zu einem der vordefinierten Systemvorschläge zurückkehren, indem Sie im Bildschirm Kategoriequellen die entsprechende Quelle erneut aktivieren.

Manuell erstellte Kategorien erscheinen im Bildschirm Kategorien mit der Kategoriequelle «Manuell erfasste Kategorien».

Wichtig: Diese drei Wege schliessen sich nicht gegenseitig aus. Viele Unternehmen kombinieren eine Integration wie Bexio mit einzelnen manuell ergänzten Kategorien, etwa um zusätzliche Produktgruppen oder Kostenstellen abzubilden.

4. Kategoriezuordnung

Der Bildschirm Kategoriezuordnung dient dazu, bereits importierte Datensätze (zum Beispiel alle Rechnungen aus Bexio) in grosser Zahl auf einmal einer bestimmten Kategorie zuzuweisen oder umzuweisen, statt jeden einzelnen Datensatz von Hand zu korrigieren. Das ist besonders praktisch, wenn eine ganze Gruppe importierter Daten falsch oder gar nicht kategorisiert ist: Statt jede Rechnung oder Transaktion einzeln zu bearbeiten, passen Sie einmal die Regel an und wenden sie auf alle betroffenen Datensätze gleichzeitig an.

Jede Regelgruppe ist nach dem Muster «[Datentyp] Klassifizierung basierend auf [Quelle]-Daten» benannt, zum Beispiel «Rechnungen Klassifizierung basierend auf Bexio-Daten». Innerhalb der Gruppe zeigt eine Tabelle:

  • Regel: Die Bedingung, nach der klassifiziert wird, zum Beispiel «datentyp = Bexio / Invoices» (alle Rechnungen aus Bexio), mit einem Link, der anzeigt, wie viele Datensätze die Regel aktuell betrifft (zum Beispiel «7 Elemente ausgewählt»).
  • Kategorie ersetzen: Die Zielkategorie, der die betroffenen Datensätze zugeordnet werden, zum Beispiel Mittelzuflüsse → Offene Rechnungen (Mittelzuflüsse).
  • Aktiv: Kontrollkästchen, mit dem die Regel aktiviert oder deaktiviert wird.

Über die Schaltfläche «Anwenden» wird die Regel auf alle betroffenen Datensätze gleichzeitig angewendet (zum Beispiel «Für 7 Aufzeichnungen»).

5. Wo Kategorien überall wirken

Kategorien sind keine isolierte Verwaltungsfunktion, sondern ziehen sich durch praktisch jeden Bereich von TRESIO. Deshalb wirkt sich jede fehlende oder falsche Kategoriezuordnung direkt auf die Liquiditätsprognose aus.

  • Plandaten: Jede Plandaten-Zeile hat eine Kategorie-Spalte mit einem durchsuchbaren Auswahlfeld, das die gesamte Kategorienstruktur (Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse mit allen Unterkategorien) anzeigt.
  • Rechnungen: Auch hier wird jede Rechnung über die Spalte Kategorie derselben Kategorienstruktur zugeordnet.
  • Transaktionen: Auch hier wird jede Transaktion über die Spalte Kategorie derselben Kategorienstruktur zugeordnet. Noch nicht zugeordnete Transaktionen erscheinen als «Nicht klassifiziert» und lassen sich direkt über das Kategorie-Auswahlfeld in der Tabelle klassifizieren.
  • HR-Planung: Lohnkosten lassen sich auf zwei Arten planen. Entweder Sie erfassen sie als Sammelposten direkt über Plandaten mit einer einzigen Kategorie für alle Mitarbeitenden zusammen, oder Sie nutzen das HR-Planung-Tool, das pro Mitarbeiter:in einzelne Positionen wie Netto-Lohn, Sozialkosten oder Lohnnebenkosten separat ausweist. Im zweiten Fall sind die Kategorien besonders wichtig: Über die Schaltfläche «Einstellungen» öffnet sich der Dialog «Kontierungs-Einstellungen», in dem festgelegt wird, welchen Kategorien Netto-Löhne, Sozialkosten und Lohnnebenkosten zugeordnet werden. Zusätzlich lassen sich über «Zusätzliche Ausgabenkategorie hinzufügen» weitere Ausgaben-Typen (zum Beispiel 13er Lohn, Provision) einzeln einer Kategorie zuordnen. Nur wenn diese Zuordnungen korrekt sind, werden die einzelnen Lohnbestandteile später auch so in TRENDS ausgewiesen. Nicht zugeordnete Einträge erscheinen als «Nicht klassifiziert» und werden dann in TRENDS gar nicht abgebildet.
  • Darlehen: Auch Kreditzahlungen lassen sich auf zwei Arten abbilden. Die einfachste Variante ist die Erfassung über Plandaten mit einer einzigen Kategorie, zum Beispiel für die gesamte monatliche Kreditrate. Wer jede Zins- und Rückzahlung einzeln ausweisen möchte, nutzt stattdessen das Darlehen-Tool: Im Dialog «Kredite Abrechnungseinstellungen» wird pro Darlehen (eigener Reiter je Darlehensname) im Feld «Kreditzahlungen Kategorie» festgelegt, welcher Unterkategorie von Finanzierung die Kreditzahlungen zugeordnet werden. Die Tabelle «Letzte Zahlungskategorien» zeigt, welche Zahlung bereits welcher Kategorie zugeordnet wurde. Auch hier gilt: Damit jede einzelne Zahlung korrekt erkannt und in TRENDS ausgewiesen wird, müssen die entsprechenden separaten Kategorien vorhanden und korrekt zugeordnet sein.
  • TRENDS: Die Auswertung in TRENDS (zum Beispiel im 12-Monats-Plan) spiegelt die Kategorienstruktur direkt wider. Jede Zeile im Plan, von Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse bis zu den tiefsten Unterkategorien (zum Beispiel 5 – Personalaufwand → 500 – Lohnaufwand → 570 – Sozialversicherungsaufwand → 5700 – AHV/IV/ALV Beratung), entspricht einer Kategorie. Nur was sauber kategorisiert und Plandaten korrekt zugewiesen ist, erscheint hier korrekt aufgeschlüsselt.

Wie detailliert Sie dabei kategorisieren, liegt grundsätzlich ganz bei Ihnen: Sie können Einnahmen und Ausgaben bis auf die Ebene einzelner Produkte aufschlüsseln (zum Beispiel ein einzelnes verkauftes Produkt als eigene Unterkategorie), oder es bei einer groben Einteilung pro Produktgruppe belassen. Beide Ansätze sind gültig, entscheidend ist, dass die gewählte Granularität zu Ihren Auswertungsbedürfnissen passt.

Bei HR-Planung und Darlehen hängt der benötigte Detailgrad an Kategorien direkt davon ab, wie detailliert Sie dort planen möchten: Wählen Sie die Sammelerfassung über Plandaten, reicht eine einzige Kategorie. Nutzen Sie stattdessen das HR-Planung- oder Darlehen-Tool für eine granulare Ausweisung pro Mitarbeiter:in oder pro Zahlung, benötigen Sie entsprechend viele, korrekt zugeordnete Kategorien, damit diese Positionen später auch einzeln in TRENDS erscheinen. Diese Sorgfalt gilt grundsätzlich für alle oben genannten Bereiche: Jeder Datensatz, der als «Nicht klassifiziert» stehen bleibt, führt dazu, dass dieser Betrag in TRENDS und in der Liquiditätsprognose fehlt oder falsch einsortiert wird.

6. FAQs

Was bedeutet das Kontrollkästchen «ist fix» beim Verwalten von Kategorien und Unterkategorien?

Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, wenn in dieser Kategorie Cashflows geplant sind, die Sie via Plandaten erfassen, jedoch KEINE Rechnungen generiert werden.

Beispiele: Miete, Löhne, Darlehens-Rückzahlungen oder Leasing.

Typische Kategorien mit «ist fix» sind unter anderem: Löhne und die zugehörigen Lohnbestandteile (Zulagen, Erfolgsbeteiligung, Variable Löhne, Honorare Verwaltungsrat), Fremdmieten Geschäftslokalität sowie sämtliche Finanzierungskategorien (Finanzierung, Desinvestitionen, Investitionen, Neue Finanzierung, Rückzahlung, Zinsen). Alle übrigen Kategorien generieren in der Regel eine Rechnung und werden entsprechend nicht als «ist fix» markiert.

Diese Art von Cashflows ist sowohl in den geplanten als auch in den tatsächlichen Daten enthalten und wird so in Finanzanalysen korrekt berücksichtigt.

Was bedeutet die Datenzeichenkonvertionsregel?

Die Datenzeichenkonvertionsregel bestimmt, wie positive und negative Zahlen in Finanzdaten behandelt werden. Sie können aus drei Optionen wählen:

  • Nicht konvertieren: Negative Zahlen werden als Abzüge, positive Zahlen als Zuschläge behandelt. Dies ist das Standardverhalten der meisten Buchhaltungssysteme. Da die Beträge in diesem Fall teilweise positiv und teilweise negativ sein können, müssen sie manuell mit Plus- oder Minuszeichen erfasst werden.
  • Immer positiv: Alle Zahlen werden als positive Werte behandelt, unabhängig vom ursprünglichen Vorzeichen. Nützlich in Szenarien wie der Kreditorenbuchhaltung, wo bestimmte Systeme negative Vorzeichen verwenden. TRESIO übernimmt das Vorzeichen in diesem Fall automatisch.
  • Immer negativ: Alle Zahlen werden als negative Werte behandelt, unabhängig vom ursprünglichen Vorzeichen. Nützlich für Kategorien, bei denen alle Beträge grundsätzlich die Gesamtsumme reduzieren. Auch hier übernimmt TRESIO das Vorzeichen automatisch.

Was bedeutet Buchhaltungslogik?

Die Buchhaltungslogik definiert, wie eine Kategorie in Journalberechnungen behandelt wird, und bestimmt, ob die Kategorie bestimmten Finanzkonten zugeordnet oder vollständig von der Buchhaltung ausgeschlossen wird. Die verfügbaren Optionen sind:

  • Aktiven: Kategorien, die Ressourcen widerspiegeln, die dem Unternehmen gehören.
  • Passiven: Kategorien, die Verpflichtungen oder Schulden des Unternehmens darstellen.
  • Einkommen: Kategorien, die umsatzgenerierende Aktivitäten anzeigen.
  • Ausgaben: Kategorien, die vom Unternehmen getätigte Ausgaben widerspiegeln.
  • Kein Buchhaltungs-Konto: Kategorien mit dieser Einstellung sind nicht in Journaleinträgen enthalten und werden ausschliesslich für die Liquiditätsplanung verwendet.

Wozu dient die Jahr-End Logik?

Die Jahr-End Logik definiert, wie Kategoriesalden am Ende des Geschäftsjahres (üblicherweise 31. Dezember) behandelt werden, wenn das alte Jahr geschlossen und ein neues eröffnet wird. Die verfügbaren Optionen sind:

  • Standard: Wendet die von TRESIO definierte Standard-Jahresendbehandlung basierend auf dem Kategorietyp an.
  • Saldenübertrag: Wird für Bilanzkategorien verwendet (zum Beispiel Bankkonten, Vermögenswerte, Schulden). Der Saldo des Vorjahres wird ins neue Jahr übertragen.
  • Eröffnungsbilanz: Wird für Erfolgsrechnungskategorien verwendet (zum Beispiel Einnahmen, Ausgaben). Der Saldo wird zu Jahresbeginn auf null zurückgesetzt, Beträge aus dem Vorjahr werden für die neue Periode nicht berücksichtigt.

Beispiel: Einnahmen und Ausgaben beginnen jedes Jahr im Januar bei null, während Bankguthaben ihren Betrag aus dem Vorjahr für den Übertrag behalten.

Warum werden einige Datensätze als «Nicht klassifiziert» angezeigt?

«Nicht klassifiziert» bedeutet, dass ein Datensatz (zum Beispiel eine Transaktion, eine Rechnung oder ein Plandatensatz) noch keiner Kategorie zugeordnet wurde. So beheben Sie das:

  1. Öffnen Sie den betroffenen Bereich (zum Beispiel Transaktionen, Rechnungen, Plandaten oder HR-Planung).
  2. Weisen Sie dem Eintrag über das Kategorie-Auswahlfeld direkt in der Tabelle eine passende Kategorie zu.
  3. Bei grösseren Datenmengen, insbesondere bei importierten Daten aus einer Integration, lohnt sich zusätzlich ein Blick in Kategoriezuordnung: Prüfen Sie dort, ob eine Klassifizierungsregel fehlt oder inaktiv ist, und ergänzen oder aktivieren Sie diese bei Bedarf.

Was passiert, wenn meine Kategoriestruktur von der vorgeschlagenen Logik abweicht?

Wenn Ihre Finanzkonfiguration eine einzigartige Kategorienstruktur erfordert, die nicht mit der Standardlogik von TRESIO übereinstimmt, gehen Sie wie in Abschnitt 3, Weg 3 beschrieben vor: bestehende Kategorien löschen oder deaktivieren, eigene Struktur aufbauen, und bei Bedarf über die Kategoriequellen wieder auf einen Systemvorschlag zurückgreifen.

Brauchen Sie Unterstützung?

Aufgrund der zentralen Bedeutung und Komplexität der Kategorien empfehlen wir, die Ersteinrichtung in Zusammenarbeit mit einem TRESIO-Berater vorzunehmen, um die Genauigkeit sicherzustellen und potenzielle Probleme zu vermeiden, die Ihre Datenintegrität in Zukunft beeinträchtigen könnten. Unser Team unterstützt Sie gerne beim Einrichten Ihrer Kategorien, in der Regel im Rahmen Ihrer Einführung bei TRESIO. Kontaktieren Sie uns dazu unter support@tresio.ch